Mitten im Lager gab es die Kundschaft, einen großen Wettbewerb der Sippen (Alterstufe ab 11 Jahren) untereinander.

Auf dem Lagerplatz, gleich nach dem Frühstück, gab es Aufgaben, eine Karte, einen Kompaß.

Danach erstmal stöbern und packen und Aufbruchstimmung.

Dann ging es zu Fuß zu den einige Kilometer entfernt liegenden Orten, an denen die Aufgaben gelöst werden wollten.

"Welches Haus ist das älteste in diesem Ort?", "Was hat die Sage der heiligen Barbara mit dem Kurfürstenbad zu tun?", "Zeichnet das Heiligtum das an diesen UTM Koordinaten liegt."

Solche und ähnliche Aufgaben wurden uns gestellt. Dazu kam auch noch die Bestimmung der Höhe eines Baumes. Garnicht so einfach wenn der stämmige Bursche zur Art der Mamutbäume gehört und schon einige Jahre hier steht. 43m wäre die richtige Lösung gewesen, wir waren ziemlich dicht dran.

Eine Frage die wir uns später selbst stellten: "Wo ist hier ein Heiligtum, wir sind mitten im Wald?"

Aber auch diese Frage konnten wir nach kurzer Suche beantworten.

Außerdem war noch gefordert ein Gedicht zu schreiben und das zu vertonen. Während der Wanderung.

Und damit das nicht eventuell zu wenig Aufgaben werden könnten, gab es auch noch eine Reihe sehr spezieller naturkundlicher Fragen. Die meisten davon ließen sich beantworten, wenn man den richtigen Weg wählte und aufmerksam dem Naturlehrpfad folgte. Nur auf die Frage, wieviele Eier der männliche Eisvogel pro Jahr im Durchschnitt legte, konnten wir dort keine Antwort finden. Weißt Du wieso?

Jetzt seht Ihr was eine Kundschaft ist: Stadtralley verbunden mit Wandertag mit guten Freunden, in kleinen Gruppen die sich ihren Weg durch den Wald suchen und gemeinsam schwierige Aufgaben knacken. Sehr spannend!

Abends ließen wir dann am Feuer den Tag ausklingen und tauschten mit den anderen Gruppen die möglichen Lösungen aus.

Das ist immer ein sehr interessanter Teil der Kundschaft, denn verschiedene Gruppen haben immer ganz verschiedene Lösungsansätze. Beim Baum zum Beispiel kann man klettern, bei 43m aber nicht so gut, mit einem besonderen Kompaß messen oder mit einem Försterdreieck die Höhe bestimmen. Manchmal hilft auch der Blick auf eine Tafel, auf der die Lösung von der Gemeinde bereits angeschrieben steht. Aber das ist nur ganz selten der Fall. Dieses Jahr war es nicht so.

Nachdem genug diskutiert wurde, tönte noch das ein oder andere Lied durch die einsame Nacht, bis dann alle in ihren Schlafsäcken verschwunden waren.

Wenn Ihr auch mal so unterm Sternenhimmel an einem Lagerfeuer sitzen oder an einer Kundschaft teilnehmen möchtet könnt Ihr hier den ersten Schritt dazu gehen.