Unsere Abenteuerliche Wanderung auf der Schwäbischen Alb – Der nächste Pfadfinderhajk

Eine spannende Reise beginnt

Vor kurzem packten wir unsere Rucksäcke und machten uns als kleine Gruppe älterer Pfadfinder auf zu einer Wanderung entlang des malerischen Albtraufs der Schwäbischen Alb. Startpunkt war die beeindruckende Burg Urach. Schon dort konnte man das Knistern der bevorstehenden Abenteuer in der Luft spüren. Am frühen zweiten Morgen brachen wir von dort auf.

Über Wasserfälle und durch Höhlen, selbst zubereitetes Essen

Der erste Höhepunkt unserer Route: die Sirchinger Wasserfälle. Der Anblick war so schön, dass wir glatt vergessen haben, wie steil der Weg war, den wir hochkraxeln mussten. Direkt daneben gab es eine Feuerstelle und da wir den Tag mit Laufen verbracht hatten, ließen wir uns dort nieder und bereiteten gemeinsam unser Abendessen zu.

Nach dem Essen begann es zu regnen und wir mußten aus Regenponchos Zelte improvisieren. Richtige Zelte nehmen wir bei solchen Touren nicht mit. Unnötiges Gewicht und weniger Abenteuer. Ohne Regen Übernachtung unter freiem Himmel, mit Regen Improvisationsgelegenheit.

Speck vergessen und andere Abenteuer

Am dritten Morgen brachen wir frisch auf. Nach etwa einer Stunde fröhlichen Wanderns (es ging erstmal bergab) stellten wir fest, daß wir den Speck im „Kühlschrank“ hatten hängen lassen. Ohje, das würde ein langweiliges Abendessen werden… Aber es fanden sich zwei tapfere Recken, die sich ohne Gepäck auf den Rückweg machten, um den Speck zu holen. Der Rest der Gruppe machte sich daran, in der Wolfsschlucht die Rucksäcke abwechselnd immer etwa 100m weiter zu tragen, abzulegen, zurückzulaufen und das Spiel mit anderen Rucksäcken zu wiederholen. Wir schafften so immerhin fast 1,5 weitere Kilometer bis unsere „Jäger“ wieder zu uns aufschlossen.

Schillerhöhle, Pfadfinderabenteuer mit Taschenlampe auf Rulamans Spuren

Dann kamen wir zur Schillerhöhle. Ausgerüstet mit Taschenlampen und einer ordentlichen Portion Mut, begannen wir unsere Erkundungstour in die Tiefen der Höhle. Schon beim Betreten spürten wir die kühle, feuchte Luft und das leise Echo unserer Schritte. Die Wände waren geheimnisvoll kahl und gelegentlich tropfte Wasser von der Decke, was die Atmosphäre noch abenteuerlicher machte.

Je weiter wir in die Höhle vordrangen, desto schmaler wurden die Gänge. Hier war Vorsicht geboten: Ein falscher Schritt, und man konnte leicht in eine Pfütze oder auf rutschigem Felsen landen. Doch genau diese Herausforderung machte den Reiz aus. Wir mussten uns oft bücken um durch die engen Passagen zu gelangen. Es war nicht schwer sich vorzustellen, wir Rulaman vor vielen Tausend Jahren durch diese Höhle geschlichen sein mag, um ein Tier zu erlegen oder um sich vor einem wilden Tier zu schützen. Ein Hauch von Geschichte, der uns allen eine Gänsehaut bescherte.

Am tiefsten Punkt der Höhle machten wir eine kurze Rast, Es war ein magischer Moment, der uns zeigte, wie weit wir von der Außenwelt entfernt waren. Mit neuen Kräften machten wir uns schließlich auf den Rückweg und spürten eine Mischung aus Erleichterung und Stolz, als wir wieder das Tageslicht erblickten.

Kochen unter freiem Himmel, Organisation wichtig

Ein Höhepunkt jeder Etappe war das gemeinsame Kochen. Mit all unseren Zutaten und Wasser im Gepäck bereiteten wir am offenen Feuer köstliche Mahlzeiten zu. Nach einem langen Wandertag gibt es nichts Besseres, als zusammen zu sitzen und das selbst gekochte Essen zu genießen. Auf der Schwäbischen Alb gibt es zwar an einigen Stellen sehr viel Wasser, an anderen dafür aber quasi keines. Hier war gute Planung gefragt und ein starker Rücken, denn für manche Etappen mußte auch das Wasser zum Kochen mitgeführt werden.

Ein unvergessliches Erlebnis

Unsere Wanderung am Albtrauf der Schwäbischen Alb war voller kleiner und großer Abenteuer. Trotz kleinerer Pannen und Herausforderungen war es eine Wanderung, die wir nicht so schnell vergessen werden. Die beeindruckenden Wasserfälle, die geheimnisvolle Schillerhöhle und die stolzen Burgen – all das wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und zeigt, wie viel Spaß das Pfadfinderleben macht.

Was machen Pfadfinder und was ist daran besonders gut?

Pfadfinderarbeit bedeutet mehr als nur Wandern und Zelten. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, als Team zu agieren und die Natur zu respektieren. Pfadfinder lernen, Herausforderungen zu meistern und aufeinander zu achten – Fähigkeiten, die weit über das Abenteuer im Wald hinausgehen. Unsere jüngste Wanderung am Albtrauf der Schwäbischen Alb ist ein schönes Beispiel dafür. Durch gemeinsame Anstrengungen und kreative Problemlösungen, wie das Improvisieren von Regenunterkünften, das Organisieren von Verpflegung, der Umgang mit regenassen Sachen, wachsen wir zusammen und schaffen Erinnerungen, die ein Leben lang halten. Pfadfinder zu sein bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die Abenteuer liebt und gemeinsam stark ist.